Schlagwort: Spiegel

Neue Perspektiven im Jahr 2018

2018

Möge das Neue Jahr euch lieben, euch stärken, euch heilen, euch führen, euch begleiten und mit Spaß und Freude behängen. Schön, dass es euch gibt.

Für meinen Mann und mich ist es schon fast Tradition, am Ende eines Jahres ein paar Gedanken niederzuschreiben die ermuntern sollen, den eigenen Geist für neue Wege und Möglichkeiten zu öffnen. Manchmal lohnt es sich, den eigenen Standpunkt zu verändern und gewisse Dinge aus anderen Perspektiven zu betrachten.

Wir hatten dieses Jahr die Aufgabe, Menschen die uns sehr am Herzen lagen loslassen zu müssen (zu dürfen). Es war und ist nicht immer leicht loszulassen was man liebt und gerne hat. Doch gehört das Loslassen zu einen der wichtigsten Aufgaben in unserem Leben, wie wir finden.

Loslassen nicht nur von Menschen und Tieren die wir lieben, sondern auch von vielen anderen Dingen in unserem Leben. Loslassen auch von Situationen und Ereignissen, die uns in unserem Sein beeinträchtigen, die uns belasten und uns auf unserem Weg behindern.

Nur duch Loslassen schaffen wir uns wieder Freiraum für Neues, für neue Erfahrungen, neue Wege und neue Sichtweisen.

Was bedeutet dieses Loslassen?

Ich muss mich mit dem was gehen darf oder soll, vielleicht erst noch einmal auseinandersetzen. In diesem Falle sollte es von ALLEN Seiten betrachtet werden, nicht nur von meinem eigenen Standpunkt aus. Alles und jeden den es betrifft, sollte mit einbezogen werden. Welche Rolle spiele ich und welche Rolle spielen der oder die anderen? Was will mir der andere sagen oder spiegeln?

Jeder Mensch der auf dieser Erde wandelt hat eine Aufgabe, undzwar genau SEINE Aufgabe, zu erfüllen. Diese Aufgabe meistert er genauso, wie er das für richtig hält oder sieht, oder wie es sich für ihn richtig anfühlt. Ganz egal wie schwer diese Aufgabe ist.

Nicht jede Aufgabe die ein Mensch hat, ist von Friede und Freude erfüllt. Doch kann jeder Einfluss nehmen und etwas daran ändern. Es steht mir zu jeder Sekunde meines Lebens frei, etwas zu ändern und etwas ganz anderes zu tun.

MAN MUSS ES NUR WOLLEN UND TUN

Was heißt das für uns?

Jeder also, der in unser Leben tritt oder uns auf unserem Weg begleitet, zeigt uns etwas. Wenn also ein Mensch uns etwas zeigt und uns dabei emotional oder gefühlsmäßig erreicht, genau in diesem Moment spiegelt er uns etwas. Er will uns auf etwas aufmerksam machen, was wir genauer betrachten sollten. Dies kann etwas Freudiges oder auch etwas Negatives sein. Egal was und wie es ist, egal wie lange es schon dauert, wir müssen es betrachten, aufarbeiten und manchmal auch einfach nur SEIN LASSEN.

Betrachten bedeutet, mich aus der Situation herausnehmen, die Sichtweise eines anderen annehmen und sehen, welche Aufgabe jeder einzelne gerade erfüllt. Denn jeder erfüllt genau seine Aufgabe in dieser Situation. Jeder lernt von jedem etwas. Manchmal übernehmen wir die Rolle des Lehrers, manchmal sind wir selbst der Schüler.

UND GENAU DAFÜR SOLLTEN WIR DANKBAR SEIN

Dankbar, nicht undankbar und voller Gram darüber, dass uns ein anderer aufzeigt, was bei uns selbst gerade aus dem Ungleichgewicht ist, dass er uns meist unbewusst auf Dinge oder Situationen aufmerksam macht, die gerade in uns selbst nicht stimmig sind, oder nicht so sind wie wir das vielleicht selbst wünchsen oder erwarten würden.

Was sind denn Erwartungen?

Erwartung ist, wie es das Wort schon sagt, wir warten auf etwas. Doch warten bedeutet Stillstand. Wir erwarten oft Dinge von jemandem, doch weiß derjenige gar nichts davon. Wir warten und warten und nichts geschieht, undzwar solange, bis wir dem anderen kommunizieren was uns am Herzen liegt oder uns bedrückt. Es darf auch gerne etwas Freudiges kommuniziert werden. Erst wenn wir uns mitteilen und sagen was wir wollen, dann können Erwartungen erfüllt werden. Nur dann, ansonsten werden Erwartungen das bleiben was sie sind:

STILLSTAND

Erwartungen haben aber noch eine andere Seite. Sie sind genau das, was wir eigentlich von uns selbst erwarten und uns selbst vielleicht nicht erfüllen können, oder was wir uns wünschen wie andere mit uns umgehen. Wie oft behandeln wir uns selbst recht lieblos und erhoffen als Ausgleich aber liebevollen Umgang von außen.

Da wir uns oft nicht mit uns selbst beschäftigen wollen, projizieren wir bestimmte Themen doch lieber auf jemand anderen. So ist die Sache vorerst einmal einfacher. Doch irgendwann holt uns das alles wieder ein und zeigt sich in Ärger, Missgunst, Krankheit, Stress und vielem mehr.

Es wäre besser, das Ganz von allen Seiten zu betrachten, zu verarbeiten und sich dem anderen mitzuteilen (geteiltes Leid ist halbes Leid)… und dann einfach SEIN- und LOSLASSEN.

Hier kommt das schöne Zitat zum Tragen: „Was du nicht willst was man dir tu, das füge keinem andern zu“.

Was wir für uns in dieser Zeit gelernt haben, ist ein weiterer wichtiger Aspekt.

DAS VERZEIHEN

Verzeihen heißt nicht unbedingt zu vergessen, oder jemandem für das was er getan hat die Absolution zu erteilen, oder gar gutzuheißen was er getan hat. Man kann vielmehr sagen: „Dein Tun war nicht richtig, doch ich verzeihe dir.“ Dadurch befreie ich mich selbst von diesem Thema und kann wieder durchatmen. Ich bin wieder leicht und frei.

Verzeihen ist FREIHEIT, FREIHEIT FÜR JEDEN.

Verzeihen heißt, Dinge für sich und mit sich selbst ins Reine bringen und auch hier beide Seiten im Spiegel zu betrachten und zu erkennen. Dem anderen verzeihen heißt auch hier, dessen Aufgabe zu erkennen die er sich auferlegt hat, um mir etwas zu zeigen. Sich zu bedanken dafür, was er mir gezeigt und mich gelehrt hat.

Ich kann im Geiste verzeihen, ich kann es schriftlich tun, oder ich kann es aussprechen. Verzeihen ist wie Loslassen in Freiheit und Liebe zu mir selbst und auch zum anderen. Verzeihen ist nicht vergessen, Verzeihen ist lernen und Lernen ist POSITIV.

Wir für uns werden versuchen, nicht mehr schlecht oder negativ über andere zu reden. Denn es steht uns nicht zu, andere für ihr SEIN zu beurteilen oder zu verurteilen.

EUCH ALLEN Gottes Segen im Neuen Jahr. Ich wünsche euch viel Gutes und Positives auf eurem weiteren Weg und bedanke mich ganz herzlich für euer entgegengebrachtes Vertrauen.

Eure Karin

Wie gelingt die Liebe zwischen zwei Menschen

Eine Frage, die sich sicher viele Menschen ab und an stellen.

Das Thema Liebe war die letzten Wochen sehr präsent in meinem Leben, denn zum einen hat meine beste Freundin geheiratet. Was für ein freudiges Ereignis!

Ja und dann war natürlich Weihnachten, das „Fest der Liebe“. Das durfte ich dieses Jahr im Kreise meiner spanischen Großfamilie unter andalusischer Sonne feiern. Immer ein besonderer Event! Die vielen Gespräche, die liebevollen Gesten und das Miteinander-Kochen sind immer ein besonderes Geschenk.

Und heute besuchten mich die Sternsinger-Kinder. Jahr für Jahr lernen sie Gedichte und Lieder auswendig und gehen von Haus zu Haus um Geld für andere Kinder zu sammeln, die weniger privilegiert sind, als sie selbst. Welch wunderbares Zeichen der Nächstenliebe, das unsere Kinder immer wieder in die Welt hinaustragen.

Nun sind mir die letzten Wochen Gedanken über die Liebe durch den Kopf gegangen und ich habe diese in einem Brief aufgeschrieben, den ich nun gerne hier veröffentlichen möchte. Möge er als Inspiration dienen und vielleicht dazu ermuntern Ihnen bewusst zu machen, wo in Ihrem Leben Liebe vorhanden ist und wo sie eventuell fehlt. Möge er bewusst machen, wie wichtig die Liebe in unser aller Leben ist.

Ich spreche in den nun folgenden Zeilen von der Liebe zwischen zwei Partnern, aber ich verstehe darunter vor allem die Liebe zwischen zwei Menschen, zwischen Mutter und Kind, zwischen Eheleuten, oder die Liebe zwischen zwei Freunden. Ich denke, das macht keinen Unterschied…

Liebe ist ein sehr starkes Gefühl, das alle Lebewesen auf die eine oder andere Weise berührt.

In meiner Arbeit mit den Menschen ist es das wichtigste Element, wenn es um Heilung geht. Liebe ist ein wichtiges Grundbedürfnis. Wichtig für unser Wohlbefinden, für unsere Seele aber auch für unseren Körper. Liebe trägt dazu bei, dass es uns rundum gut geht. Wie wunderschön wäre unsere Welt, wenn allein die Liebe regieren würde.

Es gibt verschiedene Arten von Liebe. Die erste Liebe in unserem Leben ist die Mutterliebe, gefolgt von der Liebe zum Vater, zu Geschwistern, Freunden. Andere Arten wären z.B. die Nächstenliebe, oder die Liebe zur Natur, zu einem Tier. Und eine weitere sehr wichtige Form ist die Liebe zu mir selbst aber auch die Liebe zwischen zwei Menschen.

Es wird viel von Liebe gesprochen, es gibt Gedichte und Geschichten über Liebe und sie wird überall anders beschrieben oder interpretiert. Aber eine Sache wird dabei meiner Meinung nach zu wenig betont. Nämlich…

Liebe sollte bedingungslos sein. Erst dann wird sie zum Geschenk.

Bedingungslose Liebe ist ein mächtiges Werkzeug, das die Welt wirklich verändern kann.

Bedingungslos lieben! Was bedeutet das im Falle einer Partnerschaft, was bedeutet das für die Liebe zwischen zwei Menschen?

Es bedeutet, nichts vom anderen erwarten, sondern den anderen einfach lieben.

…, den anderen bedingungslos lieben, wie z.B. eine Mutter ein Kind bedingungslos liebt, egal wie oft es schreit oder wie anstrengend es beizeiten auch sein mag. Mutterliebe ist wohl die bedingungsloseste Liebe, die es in unserer Welt gibt.

Es bedeutet, den anderen lieben für das was er ist, mit all seinen Facetten, die diesen Mensch erst zu einem wunderschönen Juwel machen. Jeder ist sozusagen ein Einzelstück.

Es bedeutet, uns von diesem Anderssein des Partners inspirieren lassen. Schenkt er uns doch die Möglichkeit, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Sich für diese andere Sichtweise zu öffnen, kann echt spannend und interessant sein. Da können wir viel lernen.

Es bedeutet, dieses Anderssein als Inspiration sehen für sich selbst. Es als Chance betrachten und sich nicht davor zu verschließen und es von vornherein abzulehnen.

…, zu versuchen, den Spiegel zu erkennen, den mir mein Partner vorsetzt. Wenn mein Partner etwas tut, das mich aufregt, ist das meist ein Spiegel für meine eigenen ganz tief in mir ruhenden Themen, die betrachtet werden wollen. Mein Partner fordert mich damit unbewusst auf, schau in dich, was steckt da noch, hol es raus und löse es auf.

Also ein purer Liebesdienst, auch wenn man den anderen in diesem Moment am liebsten auf den Mond schicken würde. Man könnte sich in diesem Moment z.B. dafür entscheiden, sich zurückzunehmen um tief in sich zu schauen, warum reagiere ich so heftig auf das, was gerade geschehen ist.

Bedingungslos lieben bedeutet, nicht versuchen, den anderen nach den eigenen Erwartungen zu formen und zu verändern. Habt gar keine Erwartungen, sondern schenkt dem anderen bedingungslos eure eigene Liebe, eure Zeit, eure Aufmerksamkeit, euren Respekt, eure Wertschätzung.

Es bedeutet zu sagen, ich liebe dich, egal wie du deinen Weg gehen möchtest. Ich werde dir zwar ab und an sagen, wenn ich etwas nicht richtig finde, aber ich respektiere deine Entscheidungen.

Aber das größte Geheimnis hinter all dem kommt jetzt!

Wie schaffe ich das? Wie komme ich auf diesen Weg dorthin, hin zur bedingungslosen Liebe für meinen Partner?

Dieser Weg führt über mich selbst.

Erst muss ich lernen, mich selbst bedingungslos zu lieben, mich selbst bedingungslos anzunehmen, so wie ich bin, mit all meinen Fehlern und Schwächen.

Erst muss ich aufhören, mich selbst zu verurteilen für etwas, was ich vielleicht getan oder nicht getan habe.

Ich muss aufhören, mich selbst zu kritisieren oder negativ zu bewerten für das, was, und wie ich bin, z.B. für mein Aussehen, meinen Körper, für meine persönlichen Schwächen.

Wie viele stehen z.B. schon morgens vor dem Spiegel und schaffen es, meist noch VOR dem Zähne putzen, sich selbst komplett nieder zu machen. Da wird kritisiert und manipuliert… Hier zu viel, dort zu wenig, die grauen Haare huuh, die Falten puhhh….

Erst wenn ich gelernt habe mich selbst anzunehmen wie ich bin mit all meinen wunderschönen Macken und Besonderheiten, mich selbst zu lieben so wie ich hier vor Gottes Angesicht stehe, erst wenn ich meinen eigenen WERT erkannt habe, mich selbst WERTschätze – ohne Bedingungen,… dann kann ich diese bedingungslose Liebe auch weitergeben.

Denn dann wird die Liebe des anderen nicht zum Ersatz für meine eigene innere Leere und Unzufriedenheit.

Dann brauche ich die Liebe des anderen nicht mehr, sondern sie wird zum wunderschönen Zusatzbonus.

Dann ist sie nicht mehr das notwendige Gewicht, um meine eigene unausgeglichene, innere Waage auszubalancieren. Denn sollte man dieses Gewichtsstück eines Tages verlieren, gerät man schnell aus dem Gleichgewicht.

Wenn ich meine eigene innere Balance gefunden habe, dann gerate ich auch nicht aus dem Gleichgewicht, wenn der andere nicht meine Erwartungen erfüllt. Dann habe ich keine Erwartungen mehr.

Dann kann ich die Liebe des anderen bedingungslos als das annehmen was es ist, nämlich als ein unschätzbar wertvolles Geschenk des Himmels.

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